Während ich gestern quasi mit Vollausstattung – Digitaler Spiegelreflex, Telezoom und Einbeinstativ – unterwegs war, wollte ich heute für mich feststellen, ob mit der kleinen Nikon Coolpix P7700 (ja, ich habe kürzlich von der P7100 “upgegraded”) vergleichbare Bilder gelingen können. Die P7700 ist das Flaggschiff der Nikon Kompaktklasse und verfügt über einen 1/1.7″-Sensor mit 12 Megapixel Auflösung. Für die Fahrzeuge benötigte ich eine Belichtungszeit von 1/400 Sekunde und zumeist die maximale Brennweite von 200 mm. Aufgrund des bedeckten Himmels war eine Empfindlichkeit von mindestens ISO 400 erforderlich. Der kontinuierliche Autofokus hat die Bildschärfe erstaunlich gut mitgeführt und auch die Belichtung (Spotmessung) war durchweg in Ordnung. Hier gibt es insofern nichts zu Meckern. Was mir allerdings wieder sehr deutlich wurde: für Sport- und Actionfotografie ist die P7700 – und vermutlich jede andere Kompakte auch – nur mit ganz großen Einschränkungen zu gebrauchen. Nach jeder Aufnahme dauert es eine gefühlte Ewigkeit, bis die Kamera zum nächsten Schuss bereit ist, und der elektrische Zoom ist verdammt langsam. Der Ausschuss an Bildern war dementsprechend hoch. Während bei meiner DSLR die Bedienung quasi verzögerungsfrei erfolgt, möchte ich mich auf eine Kompakte im Ernstfall nicht verlassen wollen. Das kann nur schiefgehen. Enttäuschend ist zu guter Letzt auch das Rauschverhalten des kleinen Sensors. Bei ISO 400 ist im Grunde bereits Schluss mit der guten Bildqualität, zumindest in der 100 % Ansicht.
Inspiriert zu diesem kleinen Vergleich hat mich übrigens der kürzliche Artikel des Bloggers Patrick Ludolph, in dem Patrick mit Größe und Gewicht seiner DSLR-Ausrüstung hadert, und der ernsthaft den Wechsel zur spiegellosen Systemkamera überlegt, zumindest auf Reisen. Nachzulesen hier.








